Dienstag, 19. Juni 2012

Sizilianischer Klassiker: Pasta alla Norma

Angeblich ist dieses bekannte sizilianische Pastagericht zu Ehren des aus Catania stammenden Komponisten Vincenzo Bellini benannt, der die Musik zu der gleichnamigen Oper schrieb. In der Literatur und im Web kursieren darüber hinaus noch andere Anekdötchen, wie das Gericht zu seinem Namen gekommen sei. Bei Anna Pomar in ihrem umfangreichen und wohl leider zur Zeit vergriffenen Kochbuch "La cucina traditionale Siciliana" heißt es:
"La più famosa pasta con pomodoro e melanzane siciliana prende il nome dalla celebre opera di Bellini, quasi al voler sottolineare la perfezione della pietanza, un vero un proprio capolavoro di gusto culinario."
("Das bekannteste sizilianische Pastagericht mit Tomaten und Auberginen ist nach der berühmten Oper von Bellini benannt, um [quasi] damit die Perfektion des Gerichts hervorzuheben, ein wahres kulinarisches Meisterwerk.")


Nur wenige, in Italien überall erhältliche Zutaten braucht man für die Zubereitung. Gewöhnlich nimmt man als Pastasorte Spaghetti, ich aber habe mich heute für Penne rigate (gerippte Penne) entschieden.

Bei der Zubereitung der Auberginen stehen sich auch zwei "Schulen" gegenüber. Während die einen die Aubergine in Würfel geschnitten weiterverarbeiten - wie auch ich  -, schneiden viele die Auberginen in dünne Scheiben, bevor sie diese in heißem Olivenöl braten.

Zutaten (für 2 Personen)

  • 1 kleine Aubergine
  • 600 g Tomaten (für Sugo, wie z.B. San Marzano)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleiner Bund Basilikum
  • Olivenöl extra vergine
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • eine Prise Zucker
  • 250 g Pasta (Penne oder Spaghetti)
  • Ricotta salata, auch "Ricotta stagionata" genannt

Die Aubergine in kleine Würfel schneiden, in ein Sieb legen und mit Salz bestreuen. Eine halbe Stunde ziehen lassen.
Während die Auberginen ziehen, die Tomaten kreuzweise einritzen, Strunk entfernen, mit kochendem Wasser übergiessen, nach zwei Minuten abschrecken und häuten. Bei einer für Sugo geeigneten Tomatensorte müssen keine Kerne entfernt werden. Die Tomaten grob würfeln.
In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die angedrückte Knoblauchzehen mit einem Basilikumstengel ca. 2 Minuten  anschwitzen, dann die Tomatenwürfel hinzufügen, salzen, pfeffern und mit einer Prise Zucker abschmecken. Den Sugo lasse ich eine Stunde lang zugedeckt bei geringer Hitzezufuhr köcheln.


In der Zwischenzeit die Auberginen abbrausen, trockentupfen und in einer zweiten Pfanne in Olivenöl goldbraun anbraten. Danach nehme ich sie aus der Pfanne und gebe sie auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller.
Die Pasta al dente kochen (ich koche sie immer eine Minute kürzer als auf der Packung angegeben) und mit dem Tomatensugo (Knoblauchzehe und Basilikumstängelchen entfernen), den Auberginenwürfeln und einigen frischen Basilikumblättchen vermischen.
Mit reichlich grob geriebener Ricotta salata bestreuen.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Kommentare:

  1. Das ist eines meiner Lieblingspasta-Gerichte. Es sieht wundervoll aus bei Dir.
    In allen Rezepten steht, so wie bei Dir, die Auberginen mit Salz bestreuen und Wasser ziehen lassen. Das machte man früher, um die Bitterstoffe raus zu ziehen. Warum man das heute immer noch macht, erschließt sich mir nicht so ganz.

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    1. Freut mich, wenn es Dir gefällt!
      Ich denke auch immer noch, so kann man vorhandene Bitterstoffe aus den Auberginen ziehen; so jedenfalls ist auch mir der Sinn dieser Methode erklärt worden. Aber vielleicht braucht man das bei heutigen Züchtungen gar nicht mehr.
      Interessante Frage. Vielleicht probiere ich es demnächst einmal ohne diesen Arbeitsschritt aus.
      LG Ariane

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  2. Mir geht es wie Bonkour Alsace, ich liebe dieses Gericht.

    Ich kenne auch nur Rezepte in denen die Auberginen mit Salz bestreut werden, aber ehrlich gesagt, ich vekneife mir das schon seit geraumer Zeit und einen Unterschied zu vorher habe ichnie festgestellt.

    Probier es mal, Ariane.

    Und auch ich muss wieder sagen: das Foto ist einfach klasse.

    lg
    grimmel

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    1. Danke Grimmel :-)))!
      Demnächst wird nicht mehr gesalzen, mal sehen, ob ich einen Unterschied herausschmecke.
      Liebe Grüße
      Ariane

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