Mittwoch, 19. Juli 2017

Die Tomate in ihrer coolsten Version: Granita di pomodoro




Peppt jeden Salat auf und sorgt für den coolsten Auftritt einer Tomate neben Mozzarella:

Granita di pomodoro

Ich weiß: Bei einer Granita rennt man jede halbe Stunde zum Freezer und muss umrühren und auflockern. Aber sonst ist diese Eis-Spezialität so unkompliziert herzustellen, dass sich die Wege in die Küche lohnen. Granita di limone oder Granita al caffè sind die Dauerbrenner in den heißen italienischen Sommermonaten. Mein Favorit bleibt Granita di mandorla, eine Spezialität aus Sizilien, in dessen Küche Mandeln immer wieder eine herausragende Rolle spielen. Überhaupt ist eine Granita die sizilianische Version von Speiseeis; das Wort leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für Korn - "Granum" - ab.  Meine erste selbst hergestellte Granita aber ist pikant!
Bei dieser Hitze gibt es kaum etwas Erfrischenderes als einen Salat oder auch nur eine Mozzarella mit Tomaten. Mit aromatischen, saftigen, vollreifen Tomaten!
Genau diese braucht man auch zur Herstellung der Granita.





Zutaten
(für vier Personen)


  • 700 g saftige, reife Tomaten
  • 3 Tl Rotweinessig
  • 1 Tl brauner Zucker
  • Salz
  • Tabasco


Ein engmaschiges Sieb über eine Schüssel legen. Die Tomaten halbieren und über dem Sieb ausdrücken, indem man die Hälfte am Anschnitt gegen das Sieb presst. Soviel Saft wie möglich aus den Tomaten quetschen. Den Tomatensaft mit dem Rotweinessig und dem Zucker verrühren. Mit Salz und Tabasco abschmecken.
Den Saft in eine flachere Schüssel gießen, mit Klarsichtfolie abdecken und für ungefähr ein Stunde in den Tiefkühler stellen.
Nach einer Stunden die Granita hervorholen und die sich am Rand gebildete, gefrorene Kruste mit Hilfe einer Gabel mit dem noch flüssigen Saft verrühren.
Schüssel wieder in den Tiefkühler stellen. Alle halbe Stunde diese Prozedur wiederholen, bis eine krümelige Granita entstanden ist.
Die Tomaten-Granita entweder auf einem gemischten Salat anrichten oder eine Mozzarella-Kugel halbieren, etwas aushöhlen und mit der Granita füllen.
Vielleicht habt Ihr noch weitere Ideen, was man mit einer Granita di pomodoro alles anstellen kann? Dann immer her damit!



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Dienstag, 11. Juli 2017

Heute schon "gedetoxt"? Grüne Gazpacho



Eine ganze Nation ist im "Detox-Fieber". Mindestens zweimal jährlich! Kurz nach Weihnachten muss man sich der über den Winter angesammelten Giftstoffe entledigen, denn in der Ferne winkt die Freiluft-Saison, der man frisch und schlank entgegentreten möchte. Nach dem Sommer dann, also spätestens nach dem "Ferragosto" am 15. August, gilt es, sich mit einer entgiftenden Diät auf den großen "rientro" (kurz und knapp für die Rückkehr in die Städte nach dem Urlaub), regelmäßig begleitet von einer ausgewachsenen Depression, vorzubereiten, um diesen in "serenità" (Heiterkeit/Gelassenheit) zu überleben. Man braucht die Stichworte nur einmal zu googeln. Was ploppt auf: "Tecniche per vivere al meglio il rientro delle vacanze" ("Kniffe, um die Rückkehr aus dem Urlaub gut zu überstehen", frei übersetzt). Meine Weisheiten diesbezüglich entnehme ich regelmäßig diversen Wochenendbeilagen der großen Tageszeitungen wie dem "Corriere della sera" oder der "La Repubblica", die ich am Sonntagmorgen kurz durchblättere.
Und die die Diäten erst! Aber darüber hatte ich ja schon an dieser Stelle berichtet.
Ganz Italien huldigt auch seit einiger Zeit dem "Super-Food-Trend". Dass da die Avocado dazugehört, ging mir auch erst kürzlich auf. Ich esse seit Jahren gerne Avocados, ohne dass ich denen einen besonderen Status beigemessen hätte. Natürlich wusste ich, dass sie ziemlich gesund sind. Aber dieser jüngste Kult inklusive "Avocado-Bars" war mir neu. Natürlich gibt es jetzt schon wieder die ersten Kritiken an dieser Verherrlichung der Avocado, da deren Anbau Unmengen von Wasser verschlingen soll. Also dann schnell noch einmal ein Rezept damit, bevor man mit den Kernen der Früchte gesteinigt wird.
Die Idee für diese grüne Gazpacho habe ich einer dieser bereits erwähnten Beilagen entnommen (Stichwort: "Avocado e semi detox"*), allerdings in den Zutaten etwas abgewandelt. Vielleicht hätte ich das Ganze noch mit ein paar Chia-Samen als besonderes I-Tüpfelchen eindicken und damit eine neue Gazpacho-Variante erfinden sollen.
Wie auch immer, denn wie sagt der Bayer: "Wenn's schee macht!"






Zutaten
(für 2 Personen)


  • 1 (hellgrüner) Zucchino
  • 1 Gärtnergurke
  • 1 handvoll grüne kleine Tomaten
  • 1/2 halbe Avocado
  • 50 g glatte Petersilie
  • Saft einer Zitrone
  • 1 El weißer Balsamessig oder Apfelessig
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • kaltes stilles Mineralwasser



  • 2 El Sonnenblumenkerne
  • Minzblättchen
  • bunte Kirschtomaten
  • Eiswürfel
  • ein paar Spritzer grüne Tabasco-Sauce (fakultativ)


Die Gurke und den Zucchini schälen und in Stücke schneiden. Mit dem Essig beträufeln. Avocadohälfte würfeln und mit dem Zitronensaft begießen. Petersilie waschen, trockenschleudern und die Blättchen von den Stängeln zupfen. Alle Zutaten in einem Standmixer pürieren, dabei soviel kaltes Wasser zugeben, dass eine nicht zu dicke Konsistenz entsteht. Mit Salz und Pfeffer, wer mag, noch mit Tabasco, abschmecken.
Die Gazpacho für ein paar Stunden kaltstellen.
Sonnenblumenkerne in einer beschichteten Pfanne anrösten, die bunten kleinen Tomaten halbieren.
Die Gazpacho mit den Sonnenblumenkernen, Tomatenhälften und Minzblättchen garnieren. Eventuell noch ein paar Eiswürfel hineingeben.

*Io donna, 8. Juli 2017

♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Donnerstag, 29. Juni 2017

Fürs Picknick-Körbchen: Farfalle al pesto di foglie di ravanelli



Jeden Sommer träume ich davon aufs Neue: Von einem üppigen Picknick, bei dem stilvoll alle Klischees erfüllt werden; so richtig nach Rosamunde-Pilcher-Art. Die edle Decke, auf der man sich niederlässt, darauf ein aus Weiden geflochtenes Picknick-Körbchen (habe ich sogar, staubt auf einem Schrank vor sich hin), Geschirr aus Porzellan und feine Leckereien sowie eisgekühlte Getränke. Das alles möglichst noch mit Blick aufs Meer beim Sonnenuntergang.
Kitsch as Kitsch can!
In der Realität haben wir es, soweit ich mich erinnern kann, gerade einmal geschafft mit einem sommerlichen Picknick am Strand. Das lief dann so ab: Nach einem Tag am Meer eine Mischung aus Salzwasser, Sonnencrème und Sand auf der Haut. Es meldet sich der Hunger.
Die Kühlbox, die wir von weit her angeschleppt hatten (Parkplatz-Flaute in Strandnähe), fing an zu schwächeln (soviel zum stilvollen Picknick-Korb - Ihr wisst schon, jener, der auf dem Schrank langsam einstaubt) - wir schwächelten auch! Also Inhalt kontrollieren und aufessen, bevor alles zerfließt.
Pasta fredda, meine Lieblingspasta in den heißen Sommermonaten, war auch dabei. Das weiß ich noch ganz genau. Dazu etwas Obst - Melonenstücke - und Mineralwasser. Nichts mit Champagner im Kristallglas. Nichts mit feinem Porzellan und kleinem Wiesenblumen-Sträußchen - am Meer ersatzweise auch Muscheln - auf der Decke; wir quetschten uns auf der Luftmatratze zusammen.
Die Pasta schlummerte damals im Tuppertöpfchen; absolut Instagram-untauglich.
Aber so muss es in Zukunft nicht ablaufen, denn für was gibt es hübsche, gut verschließbare Gläser?



Sommer, Sonne, Pastaglück, so heißt der  sommerlicher Blogevent, den die liebe Maja von Moey's Kitchen zusammen mit Zorra im Kochtopf ausrichtet.

Sommer, Sonne, Pastaglück!

Das ist doch mein Thema! Den von allem habe ich mehr als genug! Es geht um Nudelsalat, genauer gesagt um:

Nudelsalat im Glas 

Darüber hat Maja auch ein Kochbuch verfasst, das ich leider - noch! - nicht kenne.
So ein Nudelsalat im Glas ist perfekt zum Mitnehmen, entweder zum Sonntagsausflug oder auch ins Büro. Und ich kann endlich wieder in Picknick-Träumen schwelgen.




Zutaten
(für ein Glas von 750 ml Inhalt = 1 Portion)


  • 1 Bund Radieschen mit Grün
  • 15 g Pistazien + 1 El Pistazien zum Bestreuen
  • 20 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
  • 50 ml Olivenöl extra vergine
  • 40 g Feta
  • Salz
  • 100 g Farfalle (oder andere kurze Pasta)


Die grünen Blätter der Radieschen waschen und trockenschleudern; man benötigt ungefähr 40-50 Gramm.
Zusammen mit den Pistazien, dem Parmigiano, etwas Salz und dem Olivenöl ein Pesto herstellen.



Die Pasta al dente kochen, abgiessen und abkühlen lassen. Dann mit dem Pesto mischen (ich weiche hier von der Vorgabe ab, Zutaten wie Pesto zuerst ins Gläschen zu füllen und darauf die Pasta zu geben. Meiner Ansicht nach schadet es nicht, diese beiden Komponenten gleich zu vermischen).
Pasta in das Glas geben.
Drei bis vier Radieschen fein hobeln und die Scheiben auf die Pasta legen.
Den Feta würfeln und auf die Radieschen geben.
Zum Schluss die übrigen Pistazien grob hacken und über den Feta streuen.

Weitere Rezepte für Pasta fredda, der italienischen Version des Nudelsalats, gibt es hier:




Blog-Event CXXXII - Pastaglueck (Einsendeschluss 15. Juli 2017)


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 24. Juni 2017

Schmeckt wie Sommer in Frankfreich und lädt zum Träumen ein: Clafoutis au cacao et aux framboises



Warum nicht ein wenig von Frankreich träumen, obwohl man selbst im schönsten Land der Welt sitzt? Ob es wohl da zur Zeit auch so heiß ist wie hier?
Trotz der Hitze habe ich gestern Kirschmarmelade gekocht; meine Fingerspitzen zeugen noch davon. Bei Kirschen muss ich immer an Clafoutis denken, denn das französische Dessert wird, wenn man es ganz genau nehmen möchte, mit Kirschen zubereitet.
Aber die "Entkernungsorgie" gestern in meiner über 30 Grad heißen Küche hatte gereicht!




Warum dann also nicht Clafoutis mit Himbeeren zubereiten? Und warum nicht ein bisschen Kakao untermischen? Und wenn wir schon dabei sind: Mandelblättchen passen doch auch ganz gut dazu. Und ein wenig Crème fraîche kann dem Teig auch nicht schaden...
So entstand das folgende Rezept für Clafoutis au cacao et aux framboises, dessen Ergebnis Ihr hier sehen könnt.

Also, ab in die Küche, es gibt keine Ausreden wegen der Hitze mehr! So ein Dessert ist blitzschnell zubereitet.
Irgendwie träume ich gerade von Lavendelfeldern. Vielleicht sind es aber auch nur Hitzehalluzinationen.






Zutaten
(für eine flache runde [26 ø] oder rechteckige [30x23cm] Quicheform)



  • 400 g Himbeeren
  • 3 Eier und 1 Eigelb
  • 90 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 ml Vollmilch
  • 50 g Crème fraîche
  • 10 g dunkles Kakaopulver
  • 1 Tl Vanilleextrakt
  • 60 g Mehl
  • 50 g Mandelblättchen
  • Puderzucker
  • Butter für die Form


Himbeeren vorsichtig waschen und trockentupfen.
Die Quicheform mit etwas Butter einfetten und den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die ganzen Eier und das Eigelb mit einer Prise Salz und dem Zucker schaumig aufschlagen. Vanilleextrakt, Milch und Crème fraîche hinzufügen und unterrühren. Das Mehl mit dem Kakaopulver mischen und über die schaumige Eiermilch sieben. Unterrühren.
Die Himbeeren in der Form verteilen und den Teig darübergießen. Mit Mandelblättchen bestreuen.
Für 40 bis 45 Minuten in den Ofen geben.
Etwas abgekühlt mit dem Puderzucker bestäuben.
Schmeckt am besten noch lauwarm.

Ein weiteres Rezept für Clafoutis gibt es hier:
Clafoutis mit Marsala-Feigen





♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 17. Juni 2017

Das Leibgericht des Commissario Montalbano: Pasta 'ncasciata



"Montalbano sono" (wörtlich: ich bin Montalbano)! Wer kennt sie nicht, diese schon fast legendären Worte, mit denen sich der Protagonist der erfolgreichen Krimireihe des Autors Andrea Camilleri gerne vorstellt. Vergleichbar nur mit einem "Bond, James Bond!".
Anders als sein nicht weniger berühmter Kollege aus Los Angeles, Inspektor Columbo, der oft ein gekochtes Ei aus dem schmuddeligen Trenchcoat zieht oder einen Teller Chili con carne am Tresen eines Diners löffelt, ist Montalbano ein echter Feinschmecker und in seinen kulinarischen Vorlieben ganz Kind seiner Heimat. Vor allem liebt er Fischgerichte, und seine Verbundenheit mit dem Meer zeigt er beim ausgiebigen Bad im Meer - entweder vor oder auch nach dem Essen.
Um die komplizierten Fälle und Verstrickungen zu lösen, gönnt er sich genießerisch-meditative Pausen mit den Spezialitäten seiner "terra" - seiner Heimat. Und dafür ist in der Regel die gute Adelina, die "Cameriera" - Haushälterin - des Kommissars aus Catania, zuständig. Beim hungrigen Blick in den heimischen Kühlschrank oder den Backofen findet er immer wieder ihre kulinarischen Hinterlassenschaften: Gli arancini (um diese zuzubereiten, braucht die gute Adelina zwei Tage!), le milanzane alla parmigiana, la caponata di melanzane...

Zusammen mit einem Glas Wein und etwas Brot genießt er gerne in Einsamkeit die Gerichte, die Adelina ihm zubereitet hat:

"Pigliò le pietanze, una bottiglia di vino, il pane, addrumò il televisore, s'assistimò a tavola. Gli piaceva mangiare da solo, godersi i bocconi in silenzio..."*

"Er nahm sich das Essen, eine Flasche Wein, Brot, schaltete den Fernseher ein, setzte sich an den Tisch. Es gefiel ihm, alleine zu speisen, die Häppchen in Stille zu genießen..."

Und dann ist da natürlich die legendäre Pasta al forno von Adelina:

"Andò a casa, si mise il costume da bagno, fece una notata lunghissima, rientrò, s'asciugò, non si rivestì, nel frigorifero non c'era niente, nel forno troneggiava una teglia con quattro enormi porzioni di pasta 'ncasciata, piatto degno dell'Olimpo, se ne mangiò due porzioni, rimise la teglia nel forno..."**

"Er ging nach Hause, zog sich die Badehose an, schwamm sehr lange, kehrte nach Hause zurück, trocknete sich ab, zog sich aber nicht um, im Kühlschrank war nichts, im Ofen thronte eine Auflaufform mit vier üppigen Portionen Pasta 'ncasciata, ein Gericht des Olymps würdig, er aß zwei Portionen, stellte die Form in den Ofen zurück..."




Für die Pasta 'ncasciata unterscheiden sich einige Rezepte in der Zubereitung und der Zusammensetzung der Zutaten. Einige Versionen sehen nur Tomatensugo vor, reichern dafür die Pasta aber mit Salami oder Mortadella an. Bei anderen Rezepten, die Hackfleisch verwenden, wird  der Tomatensugo separat zubereitet und erst zum Schluss unter das Ragù gemischt.
Anders als bei der klassischen sizilianischen Pasta al forno - wie den Anelletti  al forno alla siciliana - werden hier die Zutaten nicht abwechselnd in der Form geschichtet, sondern in einer Pfanne vermengt. Erst dann wird alles in eine Auflaufform gefüllt: Die mit Caciocavallo, Eiern, Ragù und Auberginen angereicherte Pasta wird in einem letzten Arbeitsschritt mit dem geriebenen Parmigiano bestreut und gratiniert.
Von dieser Art der Zubereitung leitet sich auch die (Dialekt-)Bezeichnung "'u ncacio" ab: Der verschlossene Topf mit der Pasta wurde einst in die glühende Kohle gestellt, ja war ganz von der Kohle umschlossen.




Um die Sache möglichst authentisch zu halten - und irgendwie passend zum Thema - habe auch ich schon beim Einkauf wie Commissario Montalbano etwas zur Verbrechensbekämpfung beigetragen. Ich verwende, wie schon bei meinen Anelletti, sizilianische Pasta, deren Getreide von einer Kooperative auf Feldern angebaut wird, die einst im Besitz der Mafia waren und konfisziert wurden. Hier findet man dazu einige Informationen: Libera Terra.




Zutaten
(für 4 Personen)

Ragù


  • 200 g Rinderhack
  • 1 kleine Karotte
  • 1 Stück Selleriestange
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Dose geschälte Tomaten ("Pelati", ca. 400 g)
  • 1 Glas Weißwein
  • Olivenöl extra vergine
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer


Karotte, Selleriestange und Zwiebel in feine Würfelchen schneiden, Knoblauchzehe fein hacken. Für das Soffritto die Gemüsewürfel in Olivenöl langsam auf kleiner Flamme anschwitzen.
Das Hackfleisch hinzugeben und krümelig braten. Mit dem Weißwein ablöschen und diesen etwas einkochen lassen. Die geschälten Tomaten hinzufügen und das Ragù zugedeckt etwa eineinhalb Stunden bei milder Hitze köcheln lassen. Ab und an umrühren.


Weitere Zutaten...


  • 1 Aubergine
  • grobes Salz
  • Olivenöl extra vergine


Die Aubergine in Würfel schneiden, in ein Sieb legen, mit Salz bestreuen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann die Auberginenwürfel abbrausen und mit Küchenpapier trockentupfen. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Auberginenwürfel anbraten. Aus der Pfanne nehmen und bis zur weiteren Verwendung auf Küchenpapier legen.






  • 2 hart gekochte Eier
  • 100 g Caciocavallo (italienische Käsesorte)
  • Olivenöl extra vergine
  • Semmelbrösel
  • 250 g Maglie siciliane (sizilianische Pastasorte, ersatzweise Sedanini)
  • Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
  • ein paar Blätter Basilikum
  • grobes Salz


Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl ausstreichen und Boden und Ränder mit Semmelbrösel bestreuen.
Wasser aufsetzen, wenn es zu kochen beginnt, grobes Salz und die Pasta hinzufügen. Pasta sehr "al dente" kochen (etwa 3 Minuten weniger als auf der Packung angegeben). Abgießen.
Die hartgekochten Eier und den Caciocavallo in Würfel schneiden.
Die Pasta zusammen mit dem Käse, den Eier- und Auberginenwürfeln sowie etwas Basilikum in die Pfanne zu dem Ragù geben. Vorsichtig untermischen, einen Deckel aufsetzen und bei milder Hitze den Käse kurz schmelzen lassen. Kontrollieren, damit nichts am Topfboden anbrennt.
Dann den Inhalt der Pfanne in die vorbereitete Auflaufform geben und großzügig mit geriebenem Parmigiano bestreuen. Für zwanzig Minuten in den Ofen schieben.





Literatur:
Andrea Camilleri, Il commissario Montalbano. Le prime indagini, Sellerie Editore Palermo, 2008. Zitat, *S. 184, **S. 250 (Die Übersetzungen ins Deutsche stammen von mir, wobei mir nicht alle sizilianischen Dialektausdrücke geläufig sind - besser gesagt, gar nicht.)
Stefania Campo, I segreti della tavola di Montalbano, Il leone verde Edizione, Torino, 2009
Anna Pomar, La cucina tradizionale siciliana, Ce.DI.L. S.r.L Gruppo Editoriale Brancato, 1994
Tobias Piller, Libera Terra auf Sizilien, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2006





Endlich habe ich es wieder geschafft, einen Beitrag für den literarisch-kulinarischen Dauerevent für alle Leseratten von Shermin zu verfassen. Und wie der Zufall es will, dreht sich bei mir wieder alles um die sizilianische Küche.
Ich freue mich schon auf die Zusammenfassung im wunderbaren Blog "Der magische Kessel".


Schauspieler Luca Zingaretti bei der Verleihung des Filmpreises des
Clubs der Auslandspresse in Italien (Globo d'oro) im Juni 2015




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane
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